Von 12 bis 18 war Tennis nicht mein Hobby. Es war mein Wohnzimmer, nur eben mit Sand.
Angefangen hat es 1987/88 in Gernsheim, bei einem Australier als Trainer. Von ihm habe ich den Bandana-Tick, bis heute. Danach kurz Arndt Horniczek, dann übernimmt Coach de Luxe. Und der bleibt.
Die ganzen Neunziger bin ich jeden Tag auf dem Platz. Wenn es regnet, fährt keiner heim. Dann sitzen wir im Vereinsheim, spielen Karten und warten, bis die Asche wieder trocken ist.
Später kommt Crumstadt. Erst als Spieler, dann als Trainer, zwischendurch auch in Stockstadt. Und irgendwann bin ich Jugendwart. Ich fahre die Jungs zu Turnieren, stehe an der Linie und zittere mit. Mein Freundeskreis hat in diesen Jahren eine feste Platzbelegung.
Irgendwann gehe ich aus Crumstadt weg. Heute weiß ich: der größte Fehler von allen. Crumstadt ist nicht der größte Verein, aber einer mit Charme und dem gewissen Etwas. So einen habe ich nie wieder gefunden.
Tenniskultur lernt man nicht. Man wächst rein.























